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LHZ-Cottbus

serviceorientiert regional freiberuflich

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Kontakt

Labor für Histologie und Zytologie
L. Awwadeh und Dr. O. Kaufmann
Madlower Hauptstr. 50
03050 Cottbus

Telefon0355 58 43 73 0
Telefax0355 58 43 73 7
E-Mailsekretariat@lhz-cottbus.de
lhz-cottbus@mail.kim.telematik

Das Sekretariat ist arbeitstäglich
von 7:00 Uhr bis 15:30 Uhr besetzt.
Danach können Sie Anfragen oder
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beantworter hinterlassen oder per
E-Mail verfassen.

  • Impressum

Copyright © 2026

Fr. A. Flatt, Hr. R. Graßmehl

Fr. M. Enders, Fr. J. Großmann,
Telefon: 0355 58 43 72 5

Fr. S. Homeister (ltd. MTA), Fr. C. Kalischke, Fr. A. Himmelberg, Fr. M. Jantos, Fr. R. Glinga, Fr. M. Fleischer,
Telefon: 0355 58 43 72 8

Fr. J. Richter (Chefsekretärin), Fr. A. Tanhäuser, Fr. F. Wroblewski,
Telefon: 0355 58 43 70

Die in situ Hybridisierungen werden automatisiert auf dem Omnis™ (DAKO/Agilent) durchgeführt. Die Her2/neu-FISH wird durch regelmäßige Teilnahme an externen Ringversuchen (QuIP) verifiziert.

Wir führen immunhistochemische und immunzytologische Untersuchungen (einschließllich Doppelfärbungen) automatisiert und validiert auf dem Omnis™ (DAKO/Agilent) durch. Unser Antikörperspektrum deckt die meisten diagnostischen Fragestellungen ab. Untersuchungen mit sehr selten benötigten Markern lassen wir in der Medizinischen Universität Lausitz Carl Thiem oder in der Charitè Berlin durchführen. Prädiktive Immunfärbungen mit (semi-)quantitativer Komponente (z.B. Ki67, Hormonrezeptoren) werden durch regelmäßige Teilnahme an externen Ringversuchen (QuIP) kontinuierlich verifiziert.

Wir haben alle üblichen und für eine qualifizierte Diagnostik notwendigen konventionellen und histochemischen Färbungen und Reaktionen im Programm. Neben der im Vordergrund stehenden qualitativen mikroskopischen Analyse von Gewebeschnitten und Zellpräparaten nutzen wir für semiquantitative und quantitative Auswertungen mit oder ohne Score-Bildung (u.a. eosinophile Ösophagitis, Nottingham-Score bei Mammakarzinomen, FNCLCC-Sarkomgrading) die Kriterien aktueller Leitlinien und leitlinienartiger Publikationen (z.B. WHO-Klassifikationen). Der methodische Aufwand reicht dabei bis zur halbautomatisierten Auszählung von Mitosefiguren und Bestimmung der Ki67-Proliferationsfraktion mittels Bildanalyse. Die etablierten prognostisch und prädiktiv relevanten (semi-)quantitativen Auswertungen sind standardmäßig Bestandteil unserer Befundgutachten. Andere, weniger bekannte und speziellere bzw. eher experimentelle Scores (z.B. Nancy-Score zur Graduierung der entzündlichen Aktivität bei Colitis ulcerosa) können wir nach Absprache auch einsenderspezifisch erstellen und in das Befundgutachten integrieren.“

Wir sind der Screening-Einheit Brandenburg-Süd (Programmverantwortliche Ärztin: Dr. I. Wiegels) zugeordnet.

Durchführung mit konventioneller und Dünschichtzytologie (ThinPrep™) und automatisiertem Nachweis von HPV-DNA mit limitierter Genotypisierung (COBAS 5800™, Roche) entsprechend den Vorgaben der Qualitätssicherungsvereinbarung Zytologie (QSV) und der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK)

Die Dünnschichtzytologie ist aus unserer Sicht der konventionellen Zytologie bei vielen extragyäkologischen Fragestellungen (z.B. orale Abstriche, Punktionen aus serösen Höhlen, Urinzytologie) eindeutig überlegen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Möglichkeit einer mehrfachen automatisierten und standardisierten Immunzytologie an einer Materialentnahme. Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Wir stellen Ihnen alle benötigten Materialien durch unseren Fahrdienst zur Verfügung.

Das für die Gewebefixierung in der Pathologie verwendete Formalin (wässrige Lösung von ca. 4% Formaldehyd) wird seit 2014 lt. europäischer CLP-Verordnung als „wahrscheinlich karzinogen, Kategorie 1b“ eingestuft.

Die Emission von Formaldehyd in die Raumluft aus dem von uns an Einsenderinnen und Einsender ausgegebenen gebrauchsfertigen Formalin liegt bei ordnungsgemäßer Handhabung aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterhalb der vorgeschriebenen Maximalen Arbeitsplatzkonzentration (MAK) von 0,37mg/m3.

Um ein eventuelles Risko noch weiter zu senken, bieten wir für kleine Biopsien (insbesondere aus dem Gastrointestinaltrakt) die primäre Fixierung in einem so genannten Formaldehydabspalter an. Diese Substanz wird in Kosmetika als Konservierungsstoff eingesetzt und bildet bei insgesamt reduzierter Konzentration das Formalin bei Verbrauch (in unserem Fall durch die Fixierung des Gewebes) immer wieder nach, so dass keine Unterfixierung auftritt.
Bei Bedarf stellen wir diese Lösung gebrauchsfertig in den entsprechenden Probengefäßen durch unseren Fahrdienst zur Verfügung.

Tumorbiologische Grundlagen

Das zellzyklusregulierende Tumorsuppressor-Protein p16 wird in nichtneoplastischen Zellen ausschließlich in der G0-Phase exprimiert, während der Proliferationsmarker Ki67 in allen Zellzyklusphasen außer G0 nachweisbar ist. Nur nach dem Beginn einer sogenannten onkogenen Transformation können die beiden Marker gleichzeitig in Zervixepithelien nachgewiesen werden (p16 überwiegend im Zytoplasma, Ki67 im Zellkern). Das mikroskopische Korrelat der p16/Ki67-Koexpression in einer zervikalen Epithelzelle sind häufig die zytologischen Gruppen IIID2, IVap und IVag bzw. die dazu passenden histologischen Befunde einer CIN 2, CIN 3 oder eines AIS.
Der Begriff der onkogenen Transformation ist dabei etwas irreführend, da zu diesem Zeitpunkt i.d.R. noch keine somatischen genetischen Veränderungen stattgefunden haben und daher auch diese Läsionen (einschließlich CIN 3!) sich häufig spontan zurückbilden.

Testindikation und Empfehlungen

Unter den Bedingungen des aktuellen, durch die oKFE-RL strukturierten Screenings beschränkt sich die Indikation für die p16/Ki67-Doppelfärbung auf die Konstellation Gruppe IIp/HPVhr other+ oder IIID1/HPVhr other + bei Frauen ab 35 Jahre (zumindest für die GKV), um eine Abklärungskolposkopie zu verhindern oder zu verzögern. Ist der Test positiv, wird die im Abklärungsalgorithmus vorgesehene Kolposkopie innerhalb von 3 Monaten als Empfehlung bestätigt, bei Negativität reicht ein Ko-Test nach 12 Monaten (S3-Leitlinie Prävention des Zervixkarzinoms, 2020).
Bei Nachweis von HPV16/18 ist das Risiko einer unmittelbar vorliegenden CIN3+ ausreichend hoch, um ohne weitere Triage eine Abklärungskolposkopie zu rechtfertigen. Es gibt keine Testindikation bei einer höhergradigen zytologischen Gruppe jenseits von IIID1, insbesondere auch eine Gruppe III-p lässt sich mit der Doppelfärbung hinsichtlich des Vorliegens der Zielläsion CIN3+ nicht mit der nötigen Sicherheit stratifizieren.

Welches Material kann getestet werden?

Der Test wird ausschließlich an einem ThinPrep-Präparat durchgeführt. Die Durchführung des Testes kann auf Anforderung aus dem bereits vorliegenden HPV-Röhrchen erfolgen. Ein erneuter Abstrich ist zumindest aus unserer Sicht nicht notwendig. Den Auftrag für eine p16/Ki67-Doppelfärbung stellen Sie bitte entweder handschriftlich auf einem IGEL-Schein bei GKV-Patientinnen nach Primärscreening oder auf einem Überweisungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen (Formular 10) bei GKV-Patientinnen nach Abklärungszytologie und bei Privatpatientinnen.

Was Sie erwarten können

Bei einem indikationsgerecht (s.o) durchgeführten positiven p16/Ki67-Test (mind. 1 doppelgefärbte Epithelzelle) beträgt der positive prädiktive Wert für die nachfolgende kolposkopisch/histologische Diagnose einer CIN3+ lt. Literaturangaben max. ca. 15-20%, d.h. bei mind. 80% der IIp/IIID1/p16/Ki67-positiven Frauen findet sich im weiteren Verlauf keine CIN3+. In mehr als 98% der Test-negativen Frauen liegt auch keine CIN3+ vor (negativer prädiktiver Wert 98-99%), was den Verzicht auf eine kurzfristige Abklärungskolposkopie rechtfertigt.

Bei der direkten Immunfluoreszenzuntersuchung (DIF) werden gewebegebundene Immunglobuline, Komplementfaktoren und Fibrin in einem Haut- oder Schleimhautpräparat mittels bindender fluoreszierender Antikörper nachgewiesen.

Das für die DIF entnommene Gewebe darf nicht in Formalin fixiert werden. Es wird entweder in isotonische Kochsalzlösung oder in Michel-Transportmedium gegeben und kann so bis zu 96 Stunden bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Entscheidend für die Untersuchung ist die Entnahmelokalisation des Haut- bzw. Schleimhautpräparates:

1. Bei blasenbildenden Erkrankungen muss für die DIF periläsionales Gewebe, also gesund erscheinendes Gewebe entnommen werden, da im läsionalen Gewebe entweder die Ablagerungen durch den Entzündungsprozess abgebaut werden (falsch negatives Ergebnis) oder es zu unspezifischen Ablagerungen kommen kann (falsch positives Ergebnis).

– Erkrankungen aus der Pemphigus-Gruppe
– Erkrankungen aus der Pemphigoid-Gruppe
– Lichen planus pemphigoides
– lineare IgA-Dermatose
– Dermatitis herpetiformis Duhring
– bullöser subkutaner Lupus erythematodes
– Epidermolysis bullosa aquisita

Zusätzlich muss für eine vollständige Diagnose läsionales, also mindestens anteilig blasiges Gewebe für die konventionelle Histologie biopsiert werden, welches in Formalin fixiert wird.

2. Bei nicht blasenbildenden Erkrankungen wird für die DIF läsionales Gewebe benötigt.

– Lupus erythematodes
– Dermatomyositis
– Lichen ruber
– leukozytoklastische Vaskulitis
– Porphyrie und Pseudoporphyrie
– chronische ulzerative Stomatitis

Anforderung von Gefäßen mit Michel-Transportmedium
über das Labor: 0355 / 58 43 72 4
oder über das Sekretariat: 0355 / 58 43 70

Lineare junktionale Ablagerungen von IgM bei bullösem Pemphigoid


Lineare junktionale Ablagerungen von IgM bei bullösem Pemphigoid